Philosophie

 „Ich denke, also bin ich.“
René Descartes 

„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“
Platon 

„Was du heute denkst, wirst du morgen sein.“
Buddha

All diese Zitaten ist gemeinsam, dass sie eine tiefere Erkenntnis enthalten:

  • über den Menschen;
  • über sein Wirken in dieser Welt;
  • über die Frage, ob der Mensch sein Leben selbst bestimmen kann oder ob er von etwas fremdbestimmt wird;
  • über seine Natur;
  • über sein Schicksal;
  • über das Leben und seine Sinnhaftigkeit oder seine Sinnlosigkeit.

Manche behaupten, der Mensch könne gar nicht anders als philosophieren. Es sei eine Tätigkeit, die jedem Menschen innewohnt. Doch in welchen Situationen beginnt der Mensch zu philosophieren? Eine erste Antwort könnte wie folgt lauten: grundsätzlich dann, wenn er über etwas nachdenkt, das sich durch einen einfachen Blick in ein Fachbuch oder ein Lexikon nicht lösen lässt.

Dies können Fragen sein wie: 

„Darf ich meinem besten Freund die Freundin ausspannen?“

„Darf man ein voll besetztes Passagierflugzeug abschießen, das von Terroristen entführt wird, wenn es auf ein Hochhaus steuert, in dem 3000 Menschen festsitzen?“

Hier beginnt bereits das Philosophieren. Jeder Mensch besitzt eine intuitive Einstellung zu solchen Fragen. Das Ausloten der möglichen Antworten ist dabei nur ein erster Schritt. Ziel der Philosophie ist es vielmehr, zu einer vertieften Erkenntnis über solchen Fragen zu gelangen. Dabei wird der Philosophierende entdecken, dass die Beantwortung solcher Fragen auch immer etwas über ihn selbst - und über sein „Selbst“ - aussagt. Der Philosophierende bleibt dabei nicht alleine - in den Philosophiekursen wird er dabei methodisch zum selbstständigen Denken angeleitet.